Reiseberichte - Go under! - 19 Tage Australien!
Neuseeland
In 20 Tagen quer durch die Süd- und die Nordinsel
Ein fotografischer Reisebericht von Silke Jostmeier, Herford
Vorgeschichte
Zweimal war ich bereits mit Dirk Schmidt in Australien unterwegs. Hier lernte ich seine kompetente Reiseleitung und sympathische Art zu schätzen. Als er dann erwähnte, dass er gelegentlich auch Reisen durch Neuseeland veranstaltet und leitet, habe ich sofort mein Interesse bekundet. Wenig später fanden sich genug Reiselustige, so dass Ende März 2009 meine Neuseelandreise starten konnte.
1. - 3. Tag
Das schönste Ende der Welt - Neuseeland - liegt von Deutschland aus leider am anderen Ende der Welt, so dass erst einmal eine lange Anreise zu bewältigen ist. Es sind ca. 25 reine Flugstunden plus kurze Zwischenstopps. So flog ich dann am Freitagabend in Düsseldorf ab mit Emirates über Dubai, Bangkok, Sydney bis Christchurch auf der Südinsel in Neuseeland. 2 Tage später, am Sonntagnachmittag, kam ich in Christchurch an. Gleich kam richtige Urlaubsstimmung auf, denn der Himmel war strahlend blau und die Temperatur über 20 Grad. Da meine zukünftigen Mitstreiter bereits einen Tag früher nach einem Stopover in Hongkong in Christchurch eingetroffen waren, war Dirk mit ihnen schon in der Umgebung unterwegs, so dass wir uns erst im Hotel begrüßen konnten. Das Hotel lag direkt im Stadtzentrum und mir blieb noch Zeit für einen kurzen Bummel durch die sehr englisch anmutende Stadt. Hier muss ich erwähnen, dass ich vor einigen Jahren schon einmal in Neuseeland war und daher Christchurch bereits kannte. Zum Abendessen lernte ich meine 6 Mitreisenden kennen, drei Ehepaare aus Thüringen.
4. Tag
Heute beginnt unsere Rundreise um die Südinsel. Wir fahren entlang der Ostküste Richtung Süden. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt mit den für Neuseeland so typischen hohen Windschutzhecken. Die Mittagszeit verbringen wir in Timaru, einer Kleinstadt mit einigen schönen Häuserfronten. Nachmittags erreichen wir Oamaru, auch eine Kleinstadt, die für ihre Pinguine bekannt ist. Abends noch im Hellen fahren wir an eine Beobachtungsstelle für Gelbaugenpinguine. Einige Exemplare können wir aus nächster Nähe betrachten, und sie sind äußerst fotogen. Anschließend fahren wir zur Kolonie der blauen Pinguine. Das sind kleine Pinguine, die erst bei Einsetzen der Dunkelheit - allerdings für die Zuschauer mit künstlicher Beleuchtung - aus dem Wasser an den Strand kommen, um von dort aus ihre Nachtlager aufzusuchen. Fotoaufnahmen sind nicht erwünscht, aber es ist sowieso zu dunkel. Dafür gibt es ein ganz schönes Besucherzentrum.
5. Tag
Heute haben wir eine lange Fahrstrecke vor uns. Morgens machen wir einen Strandspaziergang und besichtigen die Moeraki Boulders, große Steinkugeln, die einfach so im Sand liegen. Weiter geht es nach Dunedin, einer schottisch geprägten größeren Stadt. Hier erklimmen wir zu Fuß die steilste in einem Ort liegende Straße der Welt. Doch, man konnte es in den Beinen merken, ganz schön steil! Dafür wird man oben mit einer schönen Aussicht belohnt. Mittags haben wir Freizeit im Stadtzentrum von Dunedin. Besonders beeindruckend ist der historische Bahnhof. Man hätte natürlich auch die von Dirk „angepriesene“ Schokoladenfabrik besichtigen können, aber das fand dann doch nicht so großen Anklang. Weiter geht es ins Landesinnere Richtung Westen nach Te Anau, dem Tor zum Fjordland. Te Anau liegt am gleichnamigen großen See, auf dessen gegenüberliegender Seite eine besondere Höhle optional besichtigt werden kann. Das tun wir dann auch am Abend. Nach Bootsfahrt über den See erreicht man die Höhle. Zunächst geht es zu Fuß in die Höhle und dann fährt man mit einem kleinen Boot bei völliger Dunkelheit und absoluter Stille auf einem unterirdischen See. Und über einem leuchten tausende helle Glühwürmchen. In Neuseeland sind das Insektenlarven, die durch ihr Licht andere kleine Insekten anziehen, um den Larven als Nahrung zu dienen. Nachdem wir die Höhle wieder verlassen haben, leuchtet der Sternenhimmel über uns und natürlich das Kreuz des Südens. Leider war in der Höhle das Fotografieren nicht möglich, um die Glühwürmchen nicht zu stören.
6. Tag
Heute steht der Milford Sound im Fjordland an der Westküste auf dem Programm. Dirk warnt uns davor, dass das Wetter dort meistens regnerisch ist. Nur damit wir nicht enttäuscht sind, falls es nach Sonnenschein in Te Anau dann schlechter wird. Aber wir haben Glück! Schon die Milford Road zum Fjord hin ist sehr schön mit vielen interessanten Aussichtspunkten. Am späten Vormittag erreichen wir den Milford Sound bei herrlichem Sonnenschein und tiefblauem Himmel. Am Rande des Fjordes kann man einen kleinen Rundweg gehen mit herrlichem Ausblick auf den Mitre Peak, den höchsten Berg direkt am Fjord. Nachmittags machen wir eine Bootsfahrt durch den Milford Sound bis zum offenen Meer hin. Auf dem Sonnendeck, welches wir fast für uns allein haben, genießen wir die wunderbare Aussicht auf steil abfallende hohe Felsen und Berge, Wasserfälle mit und ohne Regenbogen und auf einem Felsen liegende und im Wasser spielende Seelöwen. Zurück geht es wieder nach Te Anau, wo wir am späten Nachmittag noch Gelegenheit haben, die Souvenirshops zu durchstreifen. Auch das mache ich gerne und lasse ungern einen aus.
7. Tag
Von Te Anau geht es nach Queenstown, der Adrenalin-Hauptstadt der Welt. Hier kann man alle abenteuerlichen Dinge machen. Zuerst steuern wir die Kawarau Bungy Bridge an, denn einer von uns ist wild entschlossen, den Sprung 43 m in die Tiefe zu wagen. Es herrscht Hochbetrieb. Das neue Besucherzentrum dort ist sehr professionell, es gibt schöne Aussichtsplattformen, damit man die Sprünge gut verfolgen kann. Das Panorama mit Brücke, Schlucht und Fluss mit fast türkisblauem Wasser ist sehenswert. Der Sprung von Klaus wird mit der Kamera festgehalten. Nachmittags haben wir Gelegenheit, durch das nette Städtchen Queenstown zu bummeln mit schönen Shops, Cafés, Parkanlagen und einer kleinen Waterfront am Lake Wakatipu. Auf einen Berg kann man mit der Seilbahn fahren, die Talstation ist vom Stadtzentrum aus zu Fuß leicht zu erreichen. Das mache ich dann auch und genieße von oben die grandiose Aussicht auf die Stadt, den See und die umgebenden Bergketten.
8. Tag
Von Queenstown aus fahren wir zur Westküste und überqueren dabei den Kamm der Südalpen. Mittags genießen wir die Einsamkeit am Haast Beach, wo auch unsere Muschelsammler fündig werden. Weiter geht es zum Fox Gletscher, dessen Ursprung in den Südalpen mit über 3000 m hohen Bergen liegt. Auf einer kurzen Wanderung kommen wir nahe an die Gletscherzunge im Tal heran. Dann kommt ein Höhepunkt meiner Neuseelandreise! Ludwina und ich entschließen uns zum Helikopterflug über die Gletscher mit Landung auf dem Gletscher. Zuerst fliegen wir den Franz Josef Gletscher hoch. Über den Wolken ist der Himmel tiefblau. Wir landen auf dem Gletscher. Ich bin total begeistert. Was für ein Panorama! Auf dem Rückflug geht es den Fox Gletscher hinunter. Im Ort treffen wir die anderen wieder, die in der Zwischenzeit mit Dirk um den Lake Matheson gewandert sind. Wir übernachten im kleinen Ort Franz Josef.
9. Tag
Das Wetter ist morgens regnerisch. Eine kurze Wanderung zur Gletscherzunge des Franz Josef Gletschers steht an. Ich bleibe bei dem Regen lieber im Auto und schreibe Postkarten. Vormittags erreichen wir Hokitika, wo Jade verarbeitet wird, mit den entsprechenden touristischen Angeboten. Nächstes Ziel sind die Pancake Rocks an der Küste. Das sind interessante Felsformationen, die teilweise aussehen wie aufgeschichtete Pfannkuchen. Der Besucherweg ist sehr schön angelegt und hier können wir auch die heimischen Nikau-Palmen aus nächster Nähe betrachten. Durch das bergige Landesinnere geht es auf einer kurvenreichen Strecke nach Nelson, wo wir 2 Nächte bleiben.
10. Tag
Frühstück machen wir diesmal selbst alle zusammen, denn die Motelapartments bieten ausreichend Platz. Bei herrlichem Sonnenschein fahren wir zum Abel Tasman Nationalpark. Wir machen eine Bootsfahrt entlang der traumhaften Küste und werden an einem Strand abgesetzt. Von hier aus wandern wir auf dem Abel Tasman Track entlang der Küste durch ursprünglichen Wald mit vielen Baumfarnen ca. 4 Stunden zu einer anderen malerischen Bucht, wo uns das Boot wieder abholt. Hier gibt es auch Badegelegenheit, aber ich ziehe es vor, nur meine Füße im Wasser zu kühlen. Das Abendessen in der urigen „Schmuggler-Kneipe“ haben wir uns redlich verdient.
11. Tag
Vor der Weiterfahrt nach Picton besuchen wir noch das Stadtzentrum von Nelson, welches sich durch viele Blumenampeln geschmückt präsentiert. Im Hafen von Picton startet unsere Fährüberfahrt durch die Marlborough Sounds und die Cook Strait hinüber zur Nordinsel. Ca. 2200 km haben wir auf der Südinsel mit dem Auto zurückgelegt. Die Überfahrt ist entspannend, denn die See ist sehr ruhig. Mit der Interislander-Fähre erreichen wir in ca. 3 Stunden Wellington, die Hauptstadt von Neuseeland. Unser Hotel liegt direkt in der Innenstadt, und wir haben noch Gelegenheit zu einem Spaziergang durch die Cuba Street.
12. Tag
Ein halber Tag steht für die Besichtigung von Wellington zur Verfügung. Alle Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß leicht zu erreichen. So fahre ich mit der nostalgischen Cable Car hinauf zum Botanischen Garten. Von oben hat man einen schönen Blick über die Stadt. Ein Spazierweg führt durch den Botanischen Garten wieder hinunter in das Stadtzentrum und zurück bis zum Regierungsviertel. Die Abgeordneten sind hier fleißig wie die Bienen - das entsprechende Regierungsgebäude heißt „Beehive“, oder „Bienenkorb“. Weiter geht es durch Geschäftsstraßen bis zum Civic Square mit seiner modernen Architektur. Mittags verlassen wir Wellington und erreichen gegen Abend den beschaulichen Ort Ohakune im vulkanischen Zentrum der Nordinsel. Dirk hat extra Zimmer mit Aussicht ausgesucht, aber die Vulkane liegen in den Wolken.
13. Tag
Eigentlich wollten wir heute eine Wanderung im Tongariro Nationalpark machen, um die Vulkanlandschaft aus nächster Nähe zu erkunden. Daraus wird aber nichts, denn ein Schlechtwettergebiet zieht durch und die Wolken hängen tief. Oben auf den bis zu knapp 2800 m hohen Vulkanen soll es sogar schneien. Nach gemütlichem Frühstück, welches wir wieder zusammen selbst gemacht haben, besuchen wir zunächst das Besucherzentrum im Ort und fahren dann einmal rund um den Nationalpark mit kurzen Zwischenstopps. Zwischendurch gibt es Regenschauer, die Vulkane verstecken sich in den Wolken. Im Nationalpark gibt es aber ein informatives Besucherzentrum, dessen Exponate die Schönheit der Vulkanlandschaft erahnen lassen. Wir übernachten noch einmal in Ohakune.
14. Tag
Das Wetter hat sich gebessert. Wieder fahren wir auf der Desert Road am Rande des Nationalparks entlang und jetzt ist die Aussicht schon wesentlich besser, nur noch die Vulkangipfel sind wolkenverhangen. Schnee liegt auf den Bergen. Am Lake Taupo vorbei geht es Richtung Rotorua, dem Zentrum geothermaler Aktivitäten und auch der Maori-Kultur. Wir besuchen das Wai-O-Tapu Thermalwunderland, wo ein schön angelegter Rundweg an dampfenden Höhlen und Kratern, blubbernden und farbigen Teichen, heißen Quellen und kleinen Wasserfällen vorbeiführt mit klangvollen Namen wie Champagne-Pool, Inferno Crater oder Devil’s Bath. Weiter geht es in den Touristenort Rotorua, wo Schwefelgeruch in der Luft liegt und an vielen Stellen heißer Dampf aus dem Boden steigt. Authentische Maori-Kultur sehen wir in einem Stadtteil Rotoruas mit den typischen Schnitzereien und einem typischen Versammlungshaus.
15. Tag
Morgens haben wir die Wahl zwischen Maori-Kultur und einheimischer Tierwelt. Die meisten entscheiden sich für die Maoris, ich entscheide mich zusammen mit einem anderen Reiseteilnehmer für den Rainbow Springs Nature Park, in den uns Dirk begleitet. Hier sehen wir u. a. die Kea-Papageien, die Tuatara-Echse und die Kiwi-Vögel. Die Führung durch die Kiwi-Aufzuchtstation ist lehrreich, und wenn es nicht verboten gewesen wäre, hätte man die Vögel streicheln können. Weiter geht es nach Auckland, der mit 1,2 Mio. Einwohnern größten Stadt Neuseelands, auch „City of Sails“ - „Stadt der Segel“ - genannt. Unser Hotel liegt wieder sehr zentral. Nachmittags bleibt noch Zeit für einen Stadtbummel. Ich fahre als erstes auf den markanten Sky Tower, dessen Aussichtsplattform eine herrliche Rundumsicht bietet.
16. Tag
Heute steht eine organisierte Stadtrundfahrt auf dem Programm mit Fahrt über die Hafenbrücke, wo wir etwas über die „Nippon Clipons“ erfahren. In Kelly Tarlton’s Antarctic Encounter and Underwater World sehen wir Königspinguine und erleben eine bunte Unterwasserwelt, und auf dem Mount Eden stehen wir im Regen. Sonne und Regenschauer wechseln sich nämlich ab. Ein Höhepunkt ist die Fahrt auf einer Segelyacht durch den großen Naturhafen mit Blick auf die imposante Skyline von Auckland. Jeder kann sich auch selbst einmal am Steuerrad versuchen - gegen Ende geraten wir bei starkem Wind noch in eine ganz schöne Schieflage.
17. Tag
Wir verlassen Auckland Richtung Norden, um das vielseitige Nordland kennen zu lernen. Zunächst halten wir uns westlich, um an der Kauri Coast noch ursprüngliche Wälder zu erleben. Die imposantesten und mächtigsten Kauri-Bäume bestaunen wir im Waipoua Forest. Besonders der dicke Stamm mit einem Umfang von bis zu 16,5 m ist beeindruckend. Am Hokianga Harbour genießen wir bei einem Spaziergang noch einmal die schöne Aussicht auf die Westküste. Unser Ziel ist der kleine Touristenort Paihia an der Ostküste, direkt an der wunderschönen Bay of Islands gelegen. Das ist eine Bucht mit ca. 150 kleineren und größeren Inseln. Dies wird unser Standort für die nächsten drei Tage sein.
18. Tag
Nach selbst gemachtem, gemeinsamem Frühstück in unserem Motel fahren wir ins nahe gelegene Waitangi, wo wir viel über die neuseeländische Geschichte erfahren. Hier wurde 1840 der Vertrag zwischen England und den Maoris unterzeichnet, der die Kolonialisierung begründete. Heute ist das Waitangi National Reserve eine nationale Pilgerstätte, wo auch die Maori-Kultur groß geschrieben wird. An einem Aussichtspunkt können wir unseren Blick über die ganze Bucht schweifen lassen. Nachmittags fahren wir mit der Fähre zum auf der anderen Seite der Bucht gelegenen malerischen Ort Russel mit der ältesten Kirche Neuseelands und einem schönen Strand. Abends nutzen wir den Grillplatz unseres Motels für ein Barbecue.
19. Tag
Bei herrlichem Wetter startet morgens unsere ganztägige Bootsfahrt durch die Bay of Islands. Wir machen den „Cream Trip“, der keine Wünsche offen lässt. Wir passieren Inseln mit wunderschönen Stränden, fahren durch das „Hole in the Rock“, genießen die Mittagspause an einem einsamen Strand und werden von vielen Delfinen begleitet. Außerdem bietet sich Gelegenheit zum Schnorcheln mit Sammeln von grünlippigen Muscheln. Bis auf Klaus traut sich aber keiner von uns - so warm ist das Wasser dann doch nicht, obwohl auch Neopren-Anzüge gestellt werden. Nach der Bootsfahrt haben alle einen ganz schön roten Kopf von der vielen Sonne. Weil uns das Barbecue so gut gefallen hat, wiederholen wir das gleich am Abend wieder. Ist doch schön, bei selbst Gegrilltem unter dem Kreuz des Südens zu sitzen und so den Tag ausklingen zu lassen.
20. Tag
Heute liegt eine längere Autofahrt vor uns. Wir fahren zur Nordspitze Neuseelands, dem Cape Reinga, wo die Tasmanische See und der Pazifische Ozean aufeinander treffen. Das Panorama dort ist überwältigend, der Himmel wieder strahlend blau, die Luft ganz klar. Der malerische Leuchtturm ist der letzte Außenposten der Zivilisation, bevor die Weite des Meeres beginnt. Weiter geht es zum Ninety Mile Beach, der zwar keine 90 Meilen lang ist, aber uns trotzdem unendlich erscheint. Eine herrliche Wanderung barfuß in einem ganz seichten und sandigen Flusslauf führt uns mitten durch eine Landschaft mit riesigen Sanddünen an den Strand. Hier lassen wir uns die Seebrise um die Nase wehen und lauschen der Brandung. Der Strand ist auch mit geeigneten Autos und Bussen befahrbar. Durch das bewaldete und bergige Hinterland fahren wir wieder nach Paihia zurück. Nach einem Regenschauer säumt ein schöner Regenbogen unseren Weg.
21. Tag
Leider nähert sich unsere Reise nun langsam dem Ende. Ein wenig wehmütig nehme ich Abschied von Paihia, dem Standort der letzten Tage, der mir so gut gefallen hat. Es geht nach Auckland zurück. Unterwegs besichtigen wir in Kawakawa einige Werke des Künstlers Friedensreich Hundertwasser, der die letzten Jahre bis zu seinem Tod hier gelebt hat. Bemerkenswert sind die von ihm gestalteten öffentlichen Toiletten. Die gefallen mir ausgesprochen gut, so könnte ich mir mein Bad zu Hause auch vorstellen. Gegen Mittag sind wir wieder in Auckland. Auf der Nordinsel haben wir ca. 2150 km zurückgelegt. Nachmittags bleibt noch viel Zeit für individuelle Entdeckungen. Ich fahre mit der Fähre zum auf der anderen Seite des Hafens gelegenen idyllischen Ort Devonport, der sich so viel ruhiger präsentiert als die pulsierende Metropole Auckland. Hier gibt es einen schönen Aussichtspunkt, den Mount Victoria, von dem aus man einen traumhaften Blick über den ganzen Hafen und auf Auckland hat.
22. - 23. Tag
Heute heißt es Abschied nehmen! Leider, leider... Von Dirk und von meinen anderen Mitstreitern muss ich mich nach dem Frühstück schon verabschieden, denn deren Flüge gehen bereits mittags. Ich habe noch etwas länger Zeit, da ich erst abends abfliege. So nutze ich noch die Gelegenheit, Auckland Domain zu erkunden, den größten Stadtpark Aucklands mit Botanischem Garten. Am frühen Nachmittag nehme ich den Flughafenbus und habe am Flughafen noch ausreichend Gelegenheit, in den Souvenirshops die letzten neuseeländischen Dollars auszugeben. Über Melbourne und Dubai geht es zurück nach Düsseldorf. Immerhin ist in Deutschland mittlerweile im April alles grün geworden, und ich freue mich auf einen hoffentlich schönen Frühling. An Neuseeland bleiben tolle Erinnerungen und über 700 Fotos.
